HOMÖOPATHIE

Ablauf einer klassisch 
homöopathischen
Behandlung

01

Erstgespräch, Analyse und Erstmedikation

Während unseres ersten Gesprächs nehmen wir uns die Zeit - in der Regel ca. 1 bis 3 Stunden - um ausführlich über Ihre Beschwerden und dahinterliegende Zusammenhänge zu sprechen.   
Sodann werte ich alle erhaltenen Informationen aus und leite daraus basierend auf den Lehren der Homöopathie eine geeignete Therapie ab. 
Danach erhält der Patient sein homöopathisches Mittel, in der Regel in einer Einzeldosis von 3 Kügelchen (Trägersubstanz Milchzucker), zur einmaligen Einnahme.
In der Folgezeit ist es äußerst wichtig, dass der Patient sich und alle seine Reaktionen ganz besonders gut beobachtet und dokumentiert. Die auftretenden Symptome und Beobachtungen stellen die Grundlage für die weiteren Therapieschritte dar.

02

Folgetermine

Der erste Folgetermin, bei dem sich der Patient in der Praxis vorstellt,  findet i.d.R. jeweils 2 bis 4 Wochen später statt, abhängig von den aufgetretenen Symptomen. Hier wird gemeinsam erarbeitet und überprüft, ob und wie der Patient auf das homöopathische Mittel reagiert hat. Es wird bewertet, inwieweit das Mittel gewirkt hat und eine entsprechende Folgemedikation festgelegt.

03

Reaktionsmöglichkeiten

A. Erstverschlimmerung
Als Reaktion auf die initiale Gabe eines homöopathischen Medikaments kann es zu einer Erstverschlimmerung von Symptomen kommen. Eine solche Reaktion ist fast immer ein gutes Zeichen, da sie bedeutet, dass der körpereigene Abwehrmechanismen angesprochen wurden. Meist klingen diese  verstärkten Symptome nach einigen Tagen ab und eine Besserung tritt ein.

B. Ausscheidungsreaktionen
Es kann auch zu Ausscheidungsreaktionen kommen, die ebenfalls als positiv zu werten sind. Dies wären z.B. kurzfristiger Durchfall, Schweißausbrüche oder auch Hautausschläge.

C. Rückläufigkeit der Erkrankung
Ein nachhaltiger Heilungsverlauf ist rückläufig. D.h., die zuletzt aufgetretenen Beschwerden verschwinden zuerst. Dies bedeutet, dass oft während einer homöopathischen Behandlung alte Beschwerden, vor allem welche, die unterdrückt wurden, wieder auftauchen. Ein Hautausschlag beispielsweise, der mit Cortisonsalben „unterdrückt“ wurde oder Warzen, die entfernt worden sind.

D. Keine Reaktion
Wenn nach der ersten Mittelgabe überhaupt keine Reaktion aufgetreten ist, 
war das erste Medikament nicht passend oder falsch dosiert. Die ganze Symptomatik muss dann erneut ausgewertet, die Dosierung ggfs. angepasst oder ein neues homöopathisches Mittel abgeleitet werden.
Eine konstitutionelle homöopathische Behandlung ist als ein Prozeß anzusehen, bei den die Selbstheilungskräfte des Patienten aktiviert werden. Der Erfolg dieser Behandlung beruht daher auf einer sehr guten Kommunikation zwischen Patient und Therapeut und der nötigen Beharrlichkeit von beiden Seiten.